|
Die Frage nach der richtigen
Versorgung läßt sich nicht so leicht beantworten. Jedes Stoma ist
individuell und braucht eine individuelle Versorgung. Die gewählte
Versorgung muß ein Höchstmaß an Sicherheit, Hautschutz und
Anwenderfreundlichkeit erfüllen.
Ein Urinbeutel sollte immer
eine Rücklaufsperre und einen Bodenauslaß haben, sonst werden Blasen-
und Niereninfektionen begünstigt. Die Rücklaufsperre funktioniert auf
dem Prinzip, daß der Urin zwar in den Beutel einfließen kann und im
unteren Teil gesammelt wird. Der Urin kann jedoch im Liegen nicht zum
Stoma zurücklaufen, sondern sich nur im Beutel verteilen. Beutel ohne
Rücklaufsperren sind heute nicht mehr akzeptabel. Haftende oder
integrierte Klebeflächen sollten vorgezogen werden, da sie
hautschonender sind.
Nach der Operation benötigt der Organismus eine gewisse
Anpassungzeit. Hier können Unverträglichkeitsreaktionen auf bestimmte
Speisen auftreten. Dies kann zu Unsicherheit bei den Stomapatienten
und zu einseitiger Ernährung und Mangelerscheinungen führen. Eine
spezielle Stomadiät gibt es aber nicht. Eine individuell angepaßte
Ernährung kann jedoch zur Stuhleindickung beitragen und dadurch das
Wohlbefinden des Patienten erhöhen.
Unverträgliche Nahrungsmittel
sollten nach und nach ausgetestet werden. Man sollte dabei darauf
achten, jeden Tag nur ein neues Nahrungsmittel auszuprobieren und
dieses bei eventuellen Beschwerden vorerst zu meiden. Jeder
Stomaträger muß selbst herausfinden wie seine persönliche Diät
auszusehen hat. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Menüplan
auf den Tagesablauf abzustimmen, und die Speisen auf 4 - 6 kleinere
Mahlzeiten zu verteilen. Außerdem sollte der Patient auf eine
ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. In der Zeit nach der Operation
muß die Lebenssituation des Stomaträgers neu überdacht werden. In
dieser Situation ist es wichtig, sich neben ärztlicher Betreuung von
fachkundigem Pflegepersonal beraten zu lassen.
|